Posts Tagged ‘blue florida lobster’

Der Lobster ist gelandet

April 21, 2008

Heute wurden 5 weitere blue Florida Lobster Babys ins grosse Aquarium umgesiedelt. Als ich gestern die ersten 5 Krebse ins kalte Wasser geworfen habe (7° C weniger als im kleinen Becken), habe ich nicht darauf geachtet, aber heute. Die Larven steuern mehr oder weniger wie Fallschirmspringer wo sie landen.

Mit den Beinen zappeln sie ab und zu. So halten sie wohl das Gleichgewicht. Wenn sie nicht zappeln versuchen sie mit ausgestreckter Schwanzflosse möglichst langsam zu sinken. Sie drehen sich offensichtlich auch gezielt um die eigene Achse.

Einer der Krebse ist mit hecktischen Schwanzstössen rückwärts in die Tiefe geschwommen, hat ab und zu die Lage gepeilt und ist dann weiter nach unten geschwommen. Diesmal habe ich beim Umsetzen versucht die Kleinen in der Nähe eines möglichen Verstecks zu platzieren. Wie aber gerade beschrieben, haben die Lütten ihren eigenen Kopf. Keine der Larven ist in der Nähe einer Versteckmöglichkeit gelandet. Da frag ich mich doch, wieso sie erst kucken. Vielleicht suchen sie nach Futter oder Feinden?

Das Foto oben ist nicht gut. Blöderweise habe ich erst gefüttert und dann Fotos gemacht … Die herumschwimmenden Futterpartikel machen ein genaues (automatisches) Fokussieren unmöglich.

Survival of the Fittest

April 20, 2008

Im grossen Becken lassen sich die kleinen Flusskrebse besser fotografieren. Man muss sie nur finden. Seit dem Foto habe ich keinen der Krebse mehr gesehen. Der grosse weisse Koi hat sie evtl. schon verputzt.

Der Kies hat übrigens eine Körnung von 4-8 mm.

Hightech Anzug aus Polysaccharid

April 13, 2008

Ohne Macrolinse sehen die Nymphen fast aus wie Mückenlarven.

Auf obigem Bild sieht man in der Mitte einen weissen Fleck. Das ist eine der abgelegten Hüllen.

Ausserhalb des Wassers sieht die Hülle wie ein Klecks Gelatine aus. Ich denke auch in diesem Stadium sind die Panzer der Krebse bereits aus Chitin. Neben Zellulose ist Chitin das am weitesten verbreitete Polysaccharid auf Erden. Ein Polysaccharid ist ein Vielfachzucker.

Nachdem das Wasser getrocknet ist, sieht die Hülle eher aus wie ein kleines Stück von einer weissen Plastiktüte.

Oben links im Bild sieht man einen der kleinen Flusskrebse. Der Vater ist um ein Vielfaches grösser.

Die eigene Haut

April 12, 2008

Anscheinend haben sich einige der kleinen Krebse gehäutet. Fotos von den Überesten gibts leider nicht. Die abgelegte Haut ist transparent und nur wenige mm gross. Zudem schwimmen die Häute herum.

Je nachdem wie das Licht und der Hinergrund ist, ändert sich die Farbe der Larven.

Die obere Larve ist recht gut getroffen. Bei ihr ist aber die Schwanzflosse komplett transparent, so das man sie nicht erkennen kann.

Von der Seite sieht man die Schwanzflosse besser. Im Vordergrund liegt eine Schnecke, die von einem der grossen Florida Lobster geknackt wurde.

Mehr Baby Flusskrebsbilder

April 10, 2008

Die Bilder sind nicht von heute. Auf den Fotos sind die Larven den zweiten Tag vom Leib der Mutter getrennt und nicht wirklich grösser geworden. Wie man deutlich sieht, sind die Scheiben des Aquarium immer noch pottich. Um die Kleinen nicht zu gefährden habe ich das Aquarium nur von aussen sauber gemacht.

blaue flusskrebse larven

Die Krebslarven sind teilweise transparent, deshalb sieht man hier die Larve nur in der Grossansicht deutlich.

blauer flusskrebs larve

Der Schwanz ist noch durchsichtig, aber der Körper ist schon etwas blau.

florida lobster larven

Die Bilder habe ich aus ungefähr 1,2 m entfernung gemacht. Echt cool was das Macro Objektiv möglich macht.

flusskrebslarve

Mit blosem Auge war nicht zu erkennen, dass die kleinen Krebse blau sind.

Nachdem die Mutter jetzt wieder mehr Privatleben hat, kommt sie ab und zu auch mal raus aus der Röhre.

Ich glaube, dass die Larven sog. Nymphen sind. Sie unterscheiden sich von den Erwachsenentieren wohl nur dadurch, dass die Genitalien nicht ausgebildet sind.

Baby Blue Florida Lobster

April 8, 2008

larveVor ein paar Tagen habe ich glücklicherweise das blaue Flusskrebspaar in das kleine Becken mit den Snackschnecken übergesiedelt. Es war echt ne Herausforderung den Krebsmann zu fangen.

Motiviert wurde der Umzug durch das seltsame Verhalten des Männchens. Er hat versucht aus dem Becken zu springen. Dazu musste er erst einmal nach oben schwimmen. Und das hat er gemacht. Coole Show, aber dass auch ein gewisser Leidensdruck herrschte, war klar.

Seitdem seine Tasse nicht mehr da war, hat er keine Ruhe gefunden. Beide kürzlich erworbenen Röhren waren zu klein. Als die Tasse wieder verfügbar war, war sie auch nicht mehr gut genug.

Spontan, nach zwei Tagen Wasseraufbereitung, waren die Flusskrebse im neuen Heim.

Heute habe ich überraschenderweise die kleinen Flusskrebse gesehen. Dann haben die beiden doch schon im Zoogeschäft erfolgreich korpuliert. Wieviele kleine Florida Lobster es sind, weiss ich nicht. Ich würde die Anzahl auf 50 schätzen.

blaue flusskrebse nachwuchs

Die kleinen Krebse sind ca. 5 mm lang. Blöderweise sind die Scheiben des kleinen Aquarium alles andere als sauber. Deshalb war das Fotografieren der kleinen Scheisser doppelt schwer. In den nächsten Tagen werden sicher noch ein paar Bilder gemacht, die eine bessere Qualität haben.

baby blue florida lobster

Grundsätzlich gilt für die Bilder: alles, was auch nur ungefähr wie ein kleiner Krebs aussieht, ist auch einer.

baby flusskrebs

Jetzt stellt sich natürlich die Frage ‚Was machen, wenn zu viele durchkommen?‘ Eigentlich wären selbst 10 Krebse schon zu viel. Ich denke aber, dass Kannibalismus bei Krebsen durchaus vorkommt. Also kann ich die Anzahl quasi über Zufütterung steuern. Naja …

baby blauer flusskrebs

baby blauer floridakrebs

Nachwuchs

März 31, 2008

Es scheint tatsächlich Nachwuchs bei den blauen Krebsen zu geben. Ein Foto konnte ich nicht machen, aber als ich in die Röhre gekuckt habe, wimmelte und zappelte es an der Unterseite der Krebsfrau.

Selbst, wenn ich die Röhre (mit einem Bauscheinwerfer) ausleuchte, bekomme ich kein scharfes Bild hin.

Stell dich tot

März 2, 2008

Quasi eine Achterbahn der Gefühle bescheren 😉 mir die Flusskrebse. Mal machen sie tagelang nichts und ich denk schon sie haben den Löffel abgegeben. Dann werden wie wild die Glocken geläutet. Freitag dachte ich das Männchen wär tot.

stell dich tot

Ich muss neidlos zugeben, dass er gut simulieren kann, aber erst wenn er Nachkommen hat, darf er tatsächlich abtreten.

Mittlerweile ist er wieder recht aktiv und hat eine der Apfelschnecken fast aufgebrochen. Sie liegt in oder vor der Tonröhre und die Verschlussklappe ist beinahe hin. Soll ich sie retten und umsiedeln oder lass ich dem Krebs seinen Spass?

Da er nur eine grosse Schere hat, bekommt er die Schnecke nicht gut auf und irgendwie is das letztendlich sicher nicht angenehm für die Schnecke. Andererseits: wer sagt, dass die Schnecke es bewusst wahrnimmt? Ich werde es aufgrund meiner Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend der Schnecke sicher im nächsten Leben am eigenen Leib erfahren. 😉

nicht barrierefrei

Die Bilder sind besch*ssen, aber im Moment gehts nicht anders. Die Kamera spielt nicht mehr richtig mit und die neue kommt erst Dienstag – und die Speicherkarte in 2 Wochen. Immerhin erkennt man auf dem Bild, dass er die Apfelschnecke wie eine Geisel vor sich hält. Die Fühler suchen die nächste Umgebung ab, die er nicht einsehen kann.

Obwohl die Schnecke fast 1/3 der Klappe verloren hat, hält sie weiter Stand. Wenn sie aber nicht von der Röhre wegkommt, wird sie früher oder später zu schwach sein und den Widerstand aufgeben. In der Nähe der Krebse kann sie nicht herauskommen und fressen. Es kann aber sein, dass sie irgendwann Luft atmen muss. Dafür müsste sie an die Wasseroberfläche kriechen. Dem Blaumann wird das gefallen. Die Chancen stehen schlecht für sie.

Da ich keine Gelegenheit hatte eine weitere Tonröhre zu kaufen, habe ich einfach nen Plastikbecher ins Aquarium gelegt. Der wurde übrigens schon seit über einem Jahr für das Aquarium genutzt und ist frei von Spülmittel ect.. Aber das Weibchen will sich nicht auf diesen faulen Kompromiss einlassen. Der Becher ist viel zu hell.

Springfield Story

Februar 28, 2008

Das Flusskrebspaar war heute wieder mal sehr aktiv. Allerdings sind heute die Fetzen geflogen. Ernsthaft verletzt wurde niemand. Das Weibchen ist sicher nicht nur aus Spass aus der gemeinsamen Röhre ausgezogen. Sie bewohnt jetzt die Muschel, die das Männchen anfangs okkupiert hatte. Mittlerweile hatten sich da zwei der Apfelschnecken einquartiert.

Die Schnecken liegen jetzt in der nächsten Ecke des Aquariums. Gleich neben dem Absaugrohr. Die kommen mir fast vor, wie die Roma und Sinti in den 30er Jahren in D. Von wegen Rieselfelder usw..

Da ich meistens ein Auge in irgendwelchen Suchergebnissen habe, weiss ich seit eben, dass die Roma und Sinti ursprünglich vom indischen Subkontinenten stammen. Verständlich, dass sich da ganze Stämme aus dem Staub machen. Indien ist stark bevölkert und die Bedingungen sind oft suboptimal. Vielleicht weil Indien ein Subkontinent ist … 😀 Ich schweife ab.

flusskrebsweibchen

Die beiden Krebse haben sich echt mies gekloppt. Ich konnte sehr schön das Fluchtverhalten beim Weibchen beobachten. Wenn sie am flanieren sind, laufen sie vorwärts. Normal. Als sich die beiden in die Wolle bekamen (wahrscheinlich wollte der blaue Vergewaltiger wieder zuschlagen), wollte das Weibchen rückwärts flüchten. Mann hatte aber Weib an der Schere gepackt, trotzdem lief reflexmässig die Flucht ab. Das Weibchen führte einen Stoss mit dem Schwanz, um rückwärts zu fliehen. Ging aber nich.

Sie konnte sich befreien und machte nochmal Flucht nach Lehrbuch. Diesmal mit Erfolg. Das Männchen ging in die Röhre.

Vielleicht war es kein missglückter Paarungsversuch, sondern eine Art Revierkampf, den das Weibchen verloren hat. Ob sie ihm dann tatsächlich vorher irgendwann die Schere abzwicken konnte … ? Da hat mir der Verkäufer evtl. einen vom Storch erzählt.

Just in dieser Sekunde drehe ich meinen Kopf zum Aquarium und wer versucht in die Röhre zu krauchen? Genau, das Weib. War aber nur n kurzer Versuch. Ich werd eine zweite Röhre besorgen, um die Situation zu entspannen.

Mit der zweiten knackt man besser

Februar 15, 2008

apfelschnecke

Glück im Unglück hatte heute eine der Apfelschnecken. Sie wurde erfolgreich vom Krebsmännchen in die Röhre geschleppt. Aufbekommen hat der Gliederfüsser seine Mahlzeit nicht. Das alte Problem mit der fehlenden Schere. Ich hätte ihm die Schnecke gegönnt. Gibt Tinte auf den Füller – und er hat ja grad Saison bei der holden Weiblichkeit.

Apfelschnecken haben eine Klappe vor der Öffnung ihres Hauses. Die Klappe erinnert in Form und Struktur an eine Hälfte einer kleinen Muschelschale. Auf dem Foto sieht man über dem eigentlichen Haus, hinter dem Fuss der Schnecke die Innenseite dieser Klappe. Ohne sie zählte die Belegschaft -1 oder schlimmer. In verschiedenen Ländern, u.a. in asiatischen werden die Apfelschnecken von Menschen gegessen und stellen sogar ein Grundnahrungsmittel dar. Jetzt bin ich am überlegen. Sie sehen lecker aus …