Posts Tagged ‘augen’

Nächster Versuch

Januar 26, 2009

Die zweite Generation der Flusskrebs-Nachkommen ist relativ gross geworden. Obwohl auch bei diesem ‚Wurf‘ die grössenmässige Entwicklung recht unterschiedlich ist.

kleine blaue Flusskrebse werden umgesiesdelt

kleine blaue Flusskrebse werden umgesiedelt

Beide Krebse auf dem obigen Bild sind gleich alt. Ich hoffe, dass diesmal der grössere von beiden wirklich ein Weibchen ist, sonst gibt es wieder Zeter und Mordio.

Der kleinere der beiden wurde übrigens nach schon ca. 20 Sekunden Teil der Nahrungskette. Der grosse, dicke, weisse Koi hat ihn gleich verspachtelt. Im nächsten Leben sollte der Krebs schneller sein.

Im kleinen Aquarium waren letzte Woche noch ca. 20 Krebse. 4 von ihnen habe ich ins grosse Becken verfrachtet. Zwei sind noch übrig. Selbst die beiden kleinen Goldfische wollten die Krebse vernaschen. Das hat natürlich nicht geklappt, die Krebse sind/waren unwesentlich kleiner als die Goldfische.

Vater Krebs nimmt sich den Neuankömmlich erstmal zur Brust

Vater Krebs nimmt sich den Neuankömmling erstmal zur Brust

Der Grösste der kleinen Krebse lief dem alten Vater genau in die Arme. Als erstes wollte der kleine Krebs in die Höhle des Alten. Wenige Augenblicke später sah es schon kritisch aus und ich habe interveniert. Dann bekam der Kleine seine eigene Röhre und bis jetzt scheint alles in Ordnung zu sein.

Get up, stand up!

Get up, stand up!

Der kleinere Überlebende liess sich nicht piesacken, er attackierte den Koi. Die Goldfische haben nur einmal versucht ihn zu vertilgen. Muss ordentlich gezwickt haben, als der kleine blaue Scheisser ihnen in die Gusche gekniffen hat. 🙂

Blau, ja blau sind alle meine Kleider

Blau, ja blau sind alle meine Kleider

Dieser (vermutlich weibliche) Krebs ist nicht sehr gross. Der Abstand zwischen den Augen beträgt weniger als 1,5 cm. Da die Nahrungskonkurrenten im grossen Becken weniger an der Zahl sind, gehe ich davon aus, dass die Grösse schnell zunehmen wird.

Kürzlich habe ich erfahren, dass (Fluss)krebse sich tatsächlich anpissen, wenn sie mit einander kämpfen. Ein Wissenschaftler hat Krebsen einen ungefährlichen Farbstoff gespritzt, der die Sache sichtbar machte. Insgesamt sehr interessant. Ich wusste nicht, dass Krebse urinieren. Ich wusste nicht, dass sie ihren Urin beim Kampf einsetzen. Ich wusste auch nicht, dass der Urin bei ihnen aus einer Öffnung am Kopf kommt. How bizarre.
Autor: Kamillo Kluth

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Nur die Harten komm in Garten

Oktober 15, 2008

Und die richtig Harten komm in Filter. Heute hab ich den Filter des grossen Aquariums gesäubert und mich dabei voll erschrocken oder – wie man in Niedersachsen auch sagt – verjagt. „Hab ich mich verjagt…!“ Voll blöd.

Aber nach der Schrecksekunde hatte ich den blauen Krebs identifiziert. Er sass auf dem obersten Korb im Filter. Hat sich von den Futterresten und Fäkalien anderer Tiere ernährt.

Ich habe ihn zu seinem Bruder ins kleine Becken gesetzt. Vorher hab ich noch schnell ein Foto gemacht.

blauer Flusskrebs

blauer Flusskrebs

Ich bin wirklich von der Genügsamkeit und Härte der kleinen Krabbler begeistert. Allerdings hab ich mich auch gefragt, ob ich eventuell schon andere kleine Krebse im Klo runtergespült habe. Ob Krebse in der Kanalisation überleben können?

der kleine und der grosse Klaus

der kleine und der grosse Klaus

Der kleine Krebs links im Bild ist auf dem oberen Bild zu sehen. Die Frage, die sich mir stellt ist: Sind die beiden aus dem gleichen „Wurf“? Oder habe ich da etwas verpasst?

Naja, als der Krebs versorgt war, hab ich die anderen Körbe aus dem Filter genommen. Zwischendurch hab ich das Wasser aus dem Filter ins Klo gekippt. Als ich dann den 3. und somit vorletzten Korb rausgenommen hab, sah ich schon wieder was krabbeln. Noch ein kleiner blauer Flusskrebs sass zwischen den Keramikteilen.

Flusskrebs im Filter

Flusskrebs im Filter

Ich dachte mir so „zum Glück ist der kleine Scheisser nicht im Klo gelandet“. Dann liess ich den Krebs in meinen Finger kneifen, um ihn unbeschadet aus dem Korb zu bekommen. Das hat n bisschen gekitzelt.

Krebs Nr. 2 ab ins kleine Becken und weiter Filter sauber gemacht. Als ich den Filterbehälter vollständig ins Klo entleeren will, seh ich zum dritten mal was zappeln. Im übel fäkalienhaltigen Wasser schwamm noch ein Krebs. Ich bin einmal mit dem Netz durch die flockige Suppe gegangen. Als ich das Netz inspiziere trau ich meinen Augen nicht. Neben dem gut 3 cm langen Krebs findet sich ein weiterer, knapp nen Zentimeter lang.

Die beiden wollte ich dann nicht auch noch in das kleine Becken verfrachten. Deshalb sind sie nun im grossen Aquarium.

Aber wie sind diese vier oder mehr Krebse in den Filer gelangt? Und wieso sind sie so unterschiedlich gross? Der kleinste könnte tatsächlich wenige Wochen alt sein. Die Bedingungen im Filter sind miess, aber wieso sollte nur einer so zurückbleiben? Blechtrommel?
Autor: Kamillo Kluth

Apfelschnecken

März 18, 2008

Als heute eine der Apfelschnecken dem eventuellen Tod entkommen konnte, bot sich mir eine Möglichkeit die Schecke in der Bewegung zu fotografieren. Hab ich schon erwähnt, dass ich für die Kategorie den Begriff ’schalentiere‘ im Zusammenhang mit Schnecken bewusst gewählt habe? Mir ist klar, dass dieser Begriff eher in der Küche verwendet wird. Ich kann eben nicht aus meiner Haut. 😉 Und, wie schon einmal erwähnt, gehören Apfelschnecken in einigen Teilen der Welt zu den Grundnahrungsmitteln.

Das erste Bild ist – zumindest für mich – echt scary (zoom zoom): apfelschnecke closeup

Das Haus der Apfelschnecke ist tatsächlich nicht grösser als ein 50 Cent Stück. Eher kleiner. Neben dem, was wie Augen aussieht, kann man auf der rechten Seite den Atemrüssel erkennen. Der ist natürlich nicht ausgefahren, da die Schnecke nicht an der Wasseroberfläche ist. Der Rüssel wird für die Atmung in sauerstoffarmen Gewässern benutzt. Die Apfelschnecken sind echt top optimiert. 😉 Eine Klappe am Eingang gegen Angreifer, einen Atemrüssel und wahrscheinlich haben sie auch GPS …

Auf dem folgenden Bild sieht man schön, dass der Flusskrebsmann schon Schere angelegt hat. Diese Schnecke hatte also bereits Nahtoderfahrungen.

apfelschnecke versehrt - fast geknackt

Mit blosem Auge kaum zu erkennen, zeigt das nächste Bild schön, wie veradert der Fuss der Schnecke ist. Der Fuss ist sicher ein wichtiges Sinnesorgan, weil die Versorgung mit Blut anscheinend wichtig ist. Schnecken haben – soweit ich weiss – kein Gehirn, sondern nur einen Nervenknoten. Der Nervenknoten hat sich bei höheren Tieren zum Gehirn ausgebildet. Aber wo ist der Nervenknoten bei der Schnecke? Eher am Südende oder doch in der Nähe der Augen? Ich würde auf Letzteres tippen.

apfelschnecke fuss closeup

ps: ich war heute bei photodose und der Mann dort hat mir gesagt, dass meine fkn Kamera dort ca. 100 € weniger gekostet hätte. Ich wollte eigentlich nur n cooles Macro Objektiv checken und da konnte ich es mir nicht verkneifen nach dem Preis zu fragen … Naja, jedenfalls haben die ein geiles Objektiv von (glaube) Sigma und das kostet nur 150,-€. Ich konnte es im Laden checken und – wäre ich nicht so ein disziplinierter Mensch – hätte ich die 150 Bananas sofort gelatzt. Ich darf garnicht dran denken. Glücklicherweise haben sie schon geschlossen.
Autor: Kamillo Kluth