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Apfelschnecken

März 18, 2008

Als heute eine der Apfelschnecken dem eventuellen Tod entkommen konnte, bot sich mir eine Möglichkeit die Schecke in der Bewegung zu fotografieren. Hab ich schon erwähnt, dass ich für die Kategorie den Begriff ’schalentiere‘ im Zusammenhang mit Schnecken bewusst gewählt habe? Mir ist klar, dass dieser Begriff eher in der Küche verwendet wird. Ich kann eben nicht aus meiner Haut. 😉 Und, wie schon einmal erwähnt, gehören Apfelschnecken in einigen Teilen der Welt zu den Grundnahrungsmitteln.

Das erste Bild ist – zumindest für mich – echt scary (zoom zoom): apfelschnecke closeup

Das Haus der Apfelschnecke ist tatsächlich nicht grösser als ein 50 Cent Stück. Eher kleiner. Neben dem, was wie Augen aussieht, kann man auf der rechten Seite den Atemrüssel erkennen. Der ist natürlich nicht ausgefahren, da die Schnecke nicht an der Wasseroberfläche ist. Der Rüssel wird für die Atmung in sauerstoffarmen Gewässern benutzt. Die Apfelschnecken sind echt top optimiert. 😉 Eine Klappe am Eingang gegen Angreifer, einen Atemrüssel und wahrscheinlich haben sie auch GPS …

Auf dem folgenden Bild sieht man schön, dass der Flusskrebsmann schon Schere angelegt hat. Diese Schnecke hatte also bereits Nahtoderfahrungen.

apfelschnecke versehrt - fast geknackt

Mit blosem Auge kaum zu erkennen, zeigt das nächste Bild schön, wie veradert der Fuss der Schnecke ist. Der Fuss ist sicher ein wichtiges Sinnesorgan, weil die Versorgung mit Blut anscheinend wichtig ist. Schnecken haben – soweit ich weiss – kein Gehirn, sondern nur einen Nervenknoten. Der Nervenknoten hat sich bei höheren Tieren zum Gehirn ausgebildet. Aber wo ist der Nervenknoten bei der Schnecke? Eher am Südende oder doch in der Nähe der Augen? Ich würde auf Letzteres tippen.

apfelschnecke fuss closeup

ps: ich war heute bei photodose und der Mann dort hat mir gesagt, dass meine fkn Kamera dort ca. 100 € weniger gekostet hätte. Ich wollte eigentlich nur n cooles Macro Objektiv checken und da konnte ich es mir nicht verkneifen nach dem Preis zu fragen … Naja, jedenfalls haben die ein geiles Objektiv von (glaube) Sigma und das kostet nur 150,-€. Ich konnte es im Laden checken und – wäre ich nicht so ein disziplinierter Mensch – hätte ich die 150 Bananas sofort gelatzt. Ich darf garnicht dran denken. Glücklicherweise haben sie schon geschlossen.
Autor: Kamillo Kluth

Springfield Story

Februar 28, 2008

Das Flusskrebspaar war heute wieder mal sehr aktiv. Allerdings sind heute die Fetzen geflogen. Ernsthaft verletzt wurde niemand. Das Weibchen ist sicher nicht nur aus Spass aus der gemeinsamen Röhre ausgezogen. Sie bewohnt jetzt die Muschel, die das Männchen anfangs okkupiert hatte. Mittlerweile hatten sich da zwei der Apfelschnecken einquartiert.

Die Schnecken liegen jetzt in der nächsten Ecke des Aquariums. Gleich neben dem Absaugrohr. Die kommen mir fast vor, wie die Roma und Sinti in den 30er Jahren in D. Von wegen Rieselfelder usw..

Da ich meistens ein Auge in irgendwelchen Suchergebnissen habe, weiss ich seit eben, dass die Roma und Sinti ursprünglich vom indischen Subkontinenten stammen. Verständlich, dass sich da ganze Stämme aus dem Staub machen. Indien ist stark bevölkert und die Bedingungen sind oft suboptimal. Vielleicht weil Indien ein Subkontinent ist … 😀 Ich schweife ab.

flusskrebsweibchen

Die beiden Krebse haben sich echt mies gekloppt. Ich konnte sehr schön das Fluchtverhalten beim Weibchen beobachten. Wenn sie am flanieren sind, laufen sie vorwärts. Normal. Als sich die beiden in die Wolle bekamen (wahrscheinlich wollte der blaue Vergewaltiger wieder zuschlagen), wollte das Weibchen rückwärts flüchten. Mann hatte aber Weib an der Schere gepackt, trotzdem lief reflexmässig die Flucht ab. Das Weibchen führte einen Stoss mit dem Schwanz, um rückwärts zu fliehen. Ging aber nich.

Sie konnte sich befreien und machte nochmal Flucht nach Lehrbuch. Diesmal mit Erfolg. Das Männchen ging in die Röhre.

Vielleicht war es kein missglückter Paarungsversuch, sondern eine Art Revierkampf, den das Weibchen verloren hat. Ob sie ihm dann tatsächlich vorher irgendwann die Schere abzwicken konnte … ? Da hat mir der Verkäufer evtl. einen vom Storch erzählt.

Just in dieser Sekunde drehe ich meinen Kopf zum Aquarium und wer versucht in die Röhre zu krauchen? Genau, das Weib. War aber nur n kurzer Versuch. Ich werd eine zweite Röhre besorgen, um die Situation zu entspannen.
Autor: Kamillo Kluth

Logbuch des Käptn, …

Februar 18, 2008

Die beiden Krebse zeigen sich nur zur Fütterung. Allerdings bin ich den ganzen Tag nicht zuhause. Es fehlt eine Webcam! Mal sehen …

Die Apfelschnecken sind dagegen recht aktiv. Zu aktiv, aber leider machen sie nicht was sie sollen. Statt die Scheiben zu säubern fressen sie die Algen von den Steinen.

algen, stein

Auf dem Stein sieht man oben in der Mitte noch einen Rest des früheren Algenbewuchses. Bis vor wenigen Tagen war die komplette Ober- und Vorderseite bewachsen. Ich fand das eigentlich nich schlecht. Komischerweise haben die Krebse die Algen bisher nicht angekuckt. Die Koi knabbern ab und zu dran.
Autor: Kamillo Kluth

Mein Aquarium

Februar 13, 2008

Das Aquarium habe ich vor ein paar Jahren gekauft und immer Kaltwasserfische drin gehalten. Hauptsächlich Koi. Ja, ich weiss … das sind keine Aquariumfische. Die Fische bleiben höchstens ein Jahr im Aquarium, danach werden sie in einen kleinen Teich gesetzt. Der Teich ist quasi natürlich und wird von einer kleinen Quelle gespeisst.

Die Einrichtung meines Beckens ist nicht jedermans Geschmack. Gesehen habe ich so ein Aquarium das erste mal in einem japanischen Film. Ich finde ein Aquarium ohne Pflanzen grundsätzlich besser, weil pflegeleichter. Die Koi würden sowieso alle Pflanzen killen. Versucht habe ich es mal. Plastikpflanzen kommen nicht in Frage.

Seitdem ich zwei Blue Florida Lobster im Aquarium habe, hab ich sozusagen jeden Tag meinen eigenen kleinen Tierfilm. Das Männchen ist ein echter Entertainer. Das Weibchen ist eher selten zu sehen, weiss aber auch für Unterhaltung zu sorgen.

Hoffentlich schreib ich hier keinen Mist, aber wenn ich mich recht erinner sind diese sog. Blue Florida Lobster eigentlich gezüchtete Flusskrebse. Ein Lobster ist aber ein Hummer. Wie auch immer … heute haben die beiden kleinen blauen Krabbler romantisch gebumst. fickende blue florida lobster

Eigentlich sagte der Verkäufer, dass sich die beiden schon gepaart hätten und das Männchen habe dabei eine Schere verloren. Ich habe schon darauf gewartet, dass das Weibchen sich in seiner Höhle vergräbt und die kleinen Krebse kurze Zeit später von den Koi ‚eingeatmet‘ werden.

Als ich heute nach Hause kam war das Männchen nicht zu sehen. Normalerweise hängt er in seiner Muschelschale oder macht davor nen Dicken. Das Weibchen bewohnt die Tonröhre. Wenn sich die beiden über den Weg laufen wird grundsätzlich gebattlet. Heute war das Männchen allerdings bei ihr in der Röhre.

Als sich etwas in der Röhre bewegte dachte ich erst, dass einer der beiden den leblosen Körper des anderen Krebses rausschleppen würde, dann hab ich erst erkannt, dass sich die beiden aneinander geklammert haben (knick-knack 😉 . Das war der Grund, wieso ich dieses Blog gestartet habe. Wie so oft im Leben war Sex die Motivation.

Aktuell wird das Aquarium, ein 260 l Juwel – jetzt mit Aussenfilter – von 5 Koi, zwei blue Florida Lobster und 5 Apfelschnecken, die zumindest bis jetzt den Attacken der bunten Karpfen widerstehen konnten, bewohnt. Die erste Generation hat jedes Schalentier eiskalt verputzt. Selbst eine Teichmuschel haben sie klargemacht. 5 koi im aquarium

Schnecken und Muscheln habe ich gerne als Putzkräfte im Becken, aber die werden nie sehr alt.

Drei der Koi sind sog. Geisterkoi. Der Name bezieht sich auf die Färbung. Normalerweise sollen Koi klare Farben und möglichst grosse zusammenhängende farbige Flächen haben. Die Farben bei den Geisterkoi sehen irgendwie verwaschen, verschwommen aus. Preislich liegen sie im unteren Segment. Ich hatte darauf spekuliert, dass sich die Farben noch ändern. Der weisse Koi hatte anfangs einen roten Punkt auf der Stirn. Nach kurzer Zeit verschwand der aber. Bei den Geisterkoi hat sich nichts verändert.

In 6-8 Wochen sollen die Koi in den Teich gesetzt werden. Einmal im Jahr kommt ein Reiher am Teich vorbei und hilft bei der natürlichen Auslese. Die Ausfälle werden durch die Aquariumfische ersetzt.

Das Aquarium hatte ursprünglich einen Innenfilter. Der war von der Leistung ganz in Ordnung, aber schön ist der nicht gewesen. Ausserdem konnte man das Ding nicht komplett rausnehmen und säubern.

Jetzt steht ein blitzblanker Aussenfilter unter dem Becken. Vom Handling ist dieser JBL Cristalprofi e900 gut. Das Plastik wirkt etwas billig, also spröde. Gebrochen ist aber bisher nichts. Die Schläuche kann man mit nur zwei einfachen Handgriffen entfernen und auch wieder montieren. Es gibt eine eingebaute Handpumpe, um Luft aus dem Gerät zu befördern. Recht clever gemacht. Bei den Filtermedien haben sie vielleicht etwas übertrieben, aber wenn es funktioniert, wieso nicht? Cristalprofi im Aquarium Zubehör Online Shop

5 Koi
Autor: Kamillo Kluth