Archive for the ‘Krustentiere’ Category

Jägermeister

Mai 18, 2008

Die Koi sind eiskalte Jäger, richtige Jägermeister. Als ich gerade ein paar der kleinen Krebse ins grosse Becken gesetzt habe, hat der weisse Koi einen ca. 4 cm langen Krebs gejagt und verschlungen. Ich denke von den fünf Minikrebsen sind vier verspeisst worden.

Das Elternpaar sorgt für Nachwuchs. Die beiden Krebse hängen wieder zusammen in einer Höhle und machen mehr Futter für die Jägermeister.
Autor: Kamillo Kluth

Myne Fru, de Ilsebill, Will nich so, as ik wol will

Mai 13, 2008

Damit schliesst sich der Kreis – mehr oder weniger. Der männliche Blue Florida Lobster hat sich wieder seine ‚Ilsebill‘ vorgenommen. Als sorgender Vater muss er mitbekommen haben, dass viele seiner Kinder ‚den Arsch zugekniffen‘ haben. Viele der jungen Krebse starben den plötzlichen Kindstod. Die Koi freuten sich über die zusätzliche Portion.

Ich gehe davon aus, dass sie erstickt sind. Der Filter, der auch Sauerstoff ins Becken pusten soll, war mind. einen Tag lang verstopft und die Kleinen konnten das wohl nicht ab. Zum Glück habe ich es bemerkt. Wäre ich über Pfingsten ausgeflogen, wären wohl alle über den Jordan.

Also, die Reihen lichten sich weiter. Ob welche der Krebse im grossen Becken immer noch leben bleibt abzuwarten.

Immerhin hatte ich Zeit zum hannoverschen Maschsee zu schlendern, um endlich mal dort die fetten Karpfen abzulichten.

Man muss sich eigentlich selbst von der Anzahl und Grösse der Karpfen überzeugen. Die fetten Teile schwimmen in aller Ruhe am Ufer entlang und warten darauf, dass Passanten sie füttern.

Wäre ich die Ente auf dem Bild, würde ich mir vor Angst in die Daunen kacken. Aber die ist absolut entspannt.
Autor: Kamillo Kluth

Bigger than the Beatles

Mai 5, 2008

Einer der ersten Koi, die im Teich gelandet sind, ist mittlerweile ein echter Brecher. Da er oder sie scheu ist, lebt er oder sie immer noch. Deshalb bekomme ich auch keine guten Fotos zustande.

Als Angler hätte man sicher ein-zwei Minuten Spass mit dem Fisch. Farblich ist dieser Fisch wohl eher low quality. Aber darauf kommt es mir nicht an. Ich habe einfach Spass daran die Entwicklung zu sehen.

Etwas unvorsichtiger ist der Goldkoi.

Im Aquarium sah der Goldkoi irgendwie aus, als wäre er aus Speckstein, also nicht gold, sondern eher schmutzig-weiss. Jetzt sieht man tatsächlich warum er Goldkoi genannt wird.

Allerdings scheint er krank zu sein. Wir haben ihn eingefangen und da konnte ich sehen, dass er anscheinend krank ist.

Am Hinterleib sieht man, dass Schuppen fehlen. Ich denke, dass das ein deutliches Zeichen für eine Krankheit ist. Nur weiss ich nicht, was ich dagegen machen könnte. Der Teich hat einen natürlichen Zulauf und eine Medikamentierung hätte auf das gesamte Biotop Einfluss. Dazu kommt, dass er schon im letzten Jahr irgendwie angeschlagen wirkte.

Gut ist, dass die Koi und die Goldfische zusammen rumhängen. Absolut kein Separatismus. Die flutschigen Kumpels schwimmen zusammen.

Nr. 1 und 2 sind Goldfische. Eigentlich waren es insg. 4 Goldfische. Evtl. pennen die anderen noch. Nr. 3 wurde erst vor kurzem eingesetzt. Nr. 4 ist der grösste der Koi.

Nicht gesehen habe ich die beiden Schleierschwänze sowie den grünen Karpfen.

Der Teich sieht mittlerweile besser aus.

Es tümmels sich alle möglichen Insektenlarven und Kaulquappen im Uferbereich des Teiches.

Die kleinen Zicklein sind schon etwas gewachsen. Nur eines der Babys ist männlich.

Es ist wirklich lustig den kleinen Scheissern zuzukucken. Die meiste Zeit hopsen sie rum, knabbern Sachen an und spielen miteinander.

Die kleinen Flusskrebse gedeihen auch prächtig. Die meisten sind mittlerweile an die 3 cm lang.

Ein paar der kleinen Blue Florida Lobster wurden heute ins grosse Becken geschmissen. Sie sollten mittlerweile so gross sein, dass sie nicht mehr von den Koi als Snack betrachtet werden. Es sind aber immer noch zu viele im kleinen Becken.

ps: der kleine Koi, der neu dazu gekommen ist, zuckt mittlerweile nicht mehr. Er verhält sich recht normal.
Autor: Kamillo Kluth

Die Ersten werden die Ersten sein

April 29, 2008

Es ist kaum zu glauben, wie unterschiedlich sich die kleinen Flusskrebse entwickelt haben. Einige sind gerade 5 oder 6 mm lang, andere kommen schon auf über 2 cm.

Heute wurden wieder ein paar der Kleinen ins grosse Becken umgezogen. Von den vorher eingesetzten Krebsen fehlt leider jede Spur. Auch die im Büro-Aquarium eingesetzten Krebse scheinen schon verdaut worden zu sein. Ich hatte letzte Woche fünf kleine Krebse im Becken im Büro ausgesetzt. Schmerlen und Feuerschwanz haben sich sicher gefreut. Naja, nur die Harten kommen in den Garten.

Apropos die Harten. Optimal wäre natürlich, wenn ich die flinkesten Krebse erwischen würde, weil die halt am besten entkommen können. Aber wie soll ich die erwischen? Also kommen mehr oder weniger die Loser zu den Koi ins grosse Becken. Was erklärt, wieso keiner der vorher eingesetzten Krebse noch zu sehen ist.

Schwund ist normal. Wenn man von 10% Erfolg ausgeht wären 5-10 Überlebende in Ordnung. Mittlerweile wird es im 64 L Becken etwas eng.

ps: so, wie sich die Karpfen verhalten, haben sie schon den Grossteil der kleinen Krebse erwischt. Sie sind unerbitterlich. Ich versuch die Sache positiv zu sehen.
Autor: Kamillo Kluth

SFB 4 ever

April 22, 2008

Die Eltern Flusskrebse wurden zwangsumgesiedelt. Erst hatten sie eine Auseinandersetzung. So nach dem Motto “ ‚Ich bekomme das Haus, du die Kinder.‘ – ‚Nein, DU bekommst die Kinder!‘ „. Nachdem die Fronten geklärt waren und das Männchen die Röhre wieder einmal okkupierte, machte sich das Weibchen auf die Jagd. Sie hetzte ihre eigene Brut.

Das Foto zeigt Mama Schlumpf mit einem der kleinen Krebse (links unten). Sie ist genervt, deshalb beachtet sie den kleinen nicht.

Da die Eltern ins grosse Becken gehören und die Situation langsam entspannt werden musste, wurden sie kurzerhand umgesiedelt. So werden Ausfälle durch Kannibalismus ausgeschlossen. Die Babys im grossen Aquarium haben genug Freiraum. Vorerst.

Es sieht echt cool aus, wie sich die Schatten der Wellen auf dem Panzer abzeichnen. Das Flusskrebsweibchen war übrigens a little pissed off. Sie steht nicht auf Blitzlichtgewitter und Starrummel. Das Bild ist, im Gegensatz zum Grossteil der anderen Fotos, nicht ein bisschen nachbearbeitet – bis auf die Grössenskalierung.

Das Flusskrebsweibchen wollte zwar nicht umziehen, aber im Nachhinein ist sie sicher zufriedener im grossen Aquarium.

Der männliche Krebs hat sich seine Behausung erkämpft. Er wurde in der Röhre transportiert.

Nach der Häutung sieht die vorderste linke Schere (auf dem Bild rechts, mann) etwas grösser aus. Kann es sein, dass die Beine/Scheren nach Bedarf auf der einen oder anderen Seite nachwachsen? Diese Tiere wären als Menschen Superhelden. 🙂

ps: ob die 10 bisher umgesetzten Babykrebse noch am Leben sind, weiss ich nicht. Was ich ausserdem nicht weiss ist, ob in der Röhre evtl. blinde Passagiere mitgereist sind.

pps: der Mutterkrebs hat genau wie die kleinen Krebse beim sinken Beine und Schwanzflosse zum Steuern genutzt.
Autor: Kamillo Kluth

Der Lobster ist gelandet

April 21, 2008

Heute wurden 5 weitere blue Florida Lobster Babys ins grosse Aquarium umgesiedelt. Als ich gestern die ersten 5 Krebse ins kalte Wasser geworfen habe (7° C weniger als im kleinen Becken), habe ich nicht darauf geachtet, aber heute. Die Larven steuern mehr oder weniger wie Fallschirmspringer wo sie landen.

Mit den Beinen zappeln sie ab und zu. So halten sie wohl das Gleichgewicht. Wenn sie nicht zappeln versuchen sie mit ausgestreckter Schwanzflosse möglichst langsam zu sinken. Sie drehen sich offensichtlich auch gezielt um die eigene Achse.

Einer der Krebse ist mit hecktischen Schwanzstössen rückwärts in die Tiefe geschwommen, hat ab und zu die Lage gepeilt und ist dann weiter nach unten geschwommen. Diesmal habe ich beim Umsetzen versucht die Kleinen in der Nähe eines möglichen Verstecks zu platzieren. Wie aber gerade beschrieben, haben die Lütten ihren eigenen Kopf. Keine der Larven ist in der Nähe einer Versteckmöglichkeit gelandet. Da frag ich mich doch, wieso sie erst kucken. Vielleicht suchen sie nach Futter oder Feinden?

Das Foto oben ist nicht gut. Blöderweise habe ich erst gefüttert und dann Fotos gemacht … Die herumschwimmenden Futterpartikel machen ein genaues (automatisches) Fokussieren unmöglich.
Autor: Kamillo Kluth

Survival of the Fittest

April 20, 2008

Im grossen Becken lassen sich die kleinen Flusskrebse besser fotografieren. Man muss sie nur finden. Seit dem Foto habe ich keinen der Krebse mehr gesehen. Der grosse weisse Koi hat sie evtl. schon verputzt.

Der Kies hat übrigens eine Körnung von 4-8 mm.
Autor: Kamillo Kluth

Ich habe KEINE Kinder

April 20, 2008

… denkt sich wohl der Mann der Flusskrebse. Er versucht immer wieder die Kleinen zu erwischen. Zum Glück sind sie flink wie Windhunde. 😉

Der Kindergarten ist also vorüber. Mutter Lobster hat sich nun auch gehäutet und hat auch schon versucht ihre Kinder zu fressen.

Fünf der kleinen Krebse habe ich versuchsweise in das grosse Becken geschmissen. Vorher wurden die Fische ordentlich gefüttert. Nicht, dass die Minikrebse gleich vernascht werden.

Eine der Schnecken im kleinen Aquarium ist (oder war?) anscheinend eine Art Gefahrensucher. Sie hing in der Tonröhre des Weibchens rum. Ich denke mittlerweile macht sie nichts mehr ausser verdaut oder ausgeschieden werden.

Die kleinen Florida Lobster sind teilweise 10 mm oder länger. Es gibt auch ein paar Nachzügler. Die werden wohl als erstes von den Eltern gefressen.

Im grossen Becken waren die letzte Zeit nur noch zwei Koi.

Da zwei keine Gruppe sind, habe ich schon mehrfach in Zoogeschäften und Baumärkten nach Koi geschaut. Bis gestern ohne Erfolg. Der kleine Scheisser hat aber ne Macke. Er zuckt ständig und meidet auch die anderen beiden Fische.

Prophylaktisch habe ich erst einmal ein Breitbandmedikament ins Wasser gegeben.

Der Neue sieht aus wie ein silberner Goldkoi. Also ein Silberkoi. Er hat eine Art Maske, schwarze Flecken im Gesicht und auf der Stirn.

Ich hoffe, der kleine Silberpfeil fängt sich wieder und hört auf zu zucken. Die beiden Grossen sind sicher gute Gesellschaft.
Autor: Kamillo Kluth

grand frappe

April 16, 2008

Mittlerweile habe ich schon ein-zwei tote Krebslarven gesehen. Nüchtern gesehen ist das nicht weiter wild. Es sind noch genug da.

Das Männchen hat sich heute gehäutet. Ich dachte erst, dass es ne Leiche wäre.

Aussgestiegen ist das Flusskrebsmännchen durch eine Öffnung zwischen dem Rumpf und dem Schwanzansatz.

Die Larven schwimmen mehr oder weniger durchs Aquarium. Sie „springen“ rückwärts meistens von irgendwelchen Erhöhungen und führen ein paar Schläge mit der Schwanzflosse aus.

Die Schwanzflossen der Kleinen sind immer noch transparent.

Die Krebse scheinen innerhalb der letzten Woche etwas gewachsen zu sein.


Autor: Kamillo Kluth

Hightech Anzug aus Polysaccharid

April 13, 2008

Ohne Macrolinse sehen die Nymphen fast aus wie Mückenlarven.

Auf obigem Bild sieht man in der Mitte einen weissen Fleck. Das ist eine der abgelegten Hüllen.

Ausserhalb des Wassers sieht die Hülle wie ein Klecks Gelatine aus. Ich denke auch in diesem Stadium sind die Panzer der Krebse bereits aus Chitin. Neben Zellulose ist Chitin das am weitesten verbreitete Polysaccharid auf Erden. Ein Polysaccharid ist ein Vielfachzucker.

Nachdem das Wasser getrocknet ist, sieht die Hülle eher aus wie ein kleines Stück von einer weissen Plastiktüte.

Oben links im Bild sieht man einen der kleinen Flusskrebse. Der Vater ist um ein Vielfaches grösser.
Autor: Kamillo Kluth