Wer reitet so spät durch Nacht und Wind

Februar 1, 2011

Vor einigen Tagen habe ich mir zur Aufgabe gemacht von meinem kleinen Koi ein paar anständige Fotos zu schiessen. In zwei Sessions habe ich ca. 1200 Fotos fabriziert. Dabei habe ich verschiedene Ausleuchtungen und Objektive ausprobiert und viel rumgespielt.

Goldfisch – too close up

Dabei kamen auch einige schöne Bilder rum. Ab und zu habe ich leider den Faden verloren.🙂

goldiger Koi

Eigentlich sollten es ein-zwei Bilder des kleinsten Koi werden, um seine Färbung richtig zeigen zu können. Ich hatte mir ungefähr so etwas vorgestellt, mehr nicht:

Moby Cool a.k.a. Zoolander

Es hat aber einfach nicht klappen wollen. Immer war irgend etwas. Mal schwamm ein Goldfisch dazwischen, mal sah man, dass der Koi mit der Schnute gegen die Scheibe stösst, mal war die Beleuchtung so miess, dass das Bild nicht zu gebrauchen ist und und und. Wenn 1200 Bilder „nichts werden“ gibt es verschiedenste Gründe.

Naja, der Fisch ist jung und kricht kein Geld.😉

kleiner Koi

Der Koi ist ca. 15 cm lang. Seit August 2010 ist er etwas mehr als 5 cm gewachsen. Auf dem Bild oben sieht man übrigens an der Schwanzflosse die Reflektion des Fernsehers.:-/

Besonders schön an diesem Fisch ist als erstes der wirklich weisse Kopf. Sowohl bei Koi als auch bei Goldfischen können die Köpfe rosa oder gelblich schimmern, wenn die Grundfarbe des Fisches weiss ist. Bei meinem weissen Koi, der im Teich lebt, hat der Kopf einen Rosastich. siehe Foto

Der zweite Punkt, der diesen Koi gut aussehen lässt sind gleich mehrere. Die roten Punkte, oder besser Flecken haben klare Ränder und sehen nicht verwaschen aus. Das Rot ist kräftig.

Der dritte Punkt ist die fast 100%ig symmetrische schwarze Maske.

Die Maske des Koi

Die schwarzen „Augenringe“ und die Flecken an den Nasenlöchern (Narinen) sind fast spiegelgleich.

Dazu kommt die allgemeine Färbung der Schuppen. Der Rand ist mehr oder weniger schwarz.

Schuppen des Koi

Es kommt allerdings auf verschiedene Aspekte an, wie die Farben der Schuppen wirken. Der Blickwinkel und das Licht spielen z.B. eine Rolle.

Im Freien, im Teich, wird der Koi sicher weniger silbrig wirken, sondern eher weiss. Das Kunstlicht lässt Farben anders scheinen, als das Sonnenlicht. Es dauert aber sicher noch ein Jahr, bis der Koi in den Teich gesetzt wird.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Färbung den relativ hohen Preis wert war. Er war etwas teurer als Störkaviar.🙂


Autor: Kamillo Kluth

Paarungszeit der Goldfische

Januar 22, 2011

Vor zwei Tagen habe ich schon von der Paarungszeit der Goldfische geschrieben und – schwupps – geht es los. Ich gehe davon aus, dass nur im Aquarium die Love Season der Goldfische beginnt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt werden die Goldfische im Teich wohl nicht romantisch.🙂

Wie schon bemerkt, erkennt man an den Kiemendeckeln der Männchen, dass sie in Stimmung sind. Wenn die Punkte auf den Kiemendeckeln auftauchen, beginnt die Paarungszeit. Es sind eigentlich keine Punkte, sondern eher Pickel. Fischfreunde mit Erfahrung können sie sicher von Ichthyophthiriasis (Weisspünktchenkrankheit) unterscheiden.

Eines der beiden Goldfisch-Männchen ist also schon in Stimmung.

Goldfisch-Männchen mit Pünktchen auf den Kiemendeckeln

Bei dem Milchner oben sieht man, dass es in die Paarungszeit geht. Bei seinem gleichalten Kumpel ist noch nichts zu erkennen.

Goldfisch-Männchen ohne Pünktchen auf den Kiemendeckeln

Beide Bilder wurden heute aufgenommen.

Es wird also zeitnah wieder etwas turbulenter im Aquarium. Glücklicherweise weiss ich diesmal, dass es die Paarungszeit der Goldfische ist und kein Revierkampf.🙂
Autor: Kamillo Kluth

Bald gehts wieder los bei den Goldfischen

Januar 20, 2011

Es dauert nicht mehr lange und die Goldfisch-Milchner (die Männchen) bekommen an den Kiemendeckeln wieder die Pünktchen, die sie während der Paarungszeit, im Frühjahr, als Männchen identifizieren. Die Rogner (die Weibchen) werden dann wieder gehetzt und auch die Männchen untereinander werden für Bewegung im Aquarium sorgen.

Aktuell konnte ich beobachten, dass die Goldfisch-Männchen die Kloaken der anderen (weiblichen) Fische inspizierten. Soweit ich weiss, stimuliert dies das Weibchen. So soll aber auch den Status beim Weibchen ermittelt werden.

Goldfische Rogner Milchner

Dieses Bild hatte ich schon einmal vor fast zwei Jahren gepostet. Rechts unten ist der Milchner zu sehen. Mit dem Maul stimuliert er den Rogner an der Kloake. In der Grossansicht kann man beim Männchen die Pünktchen auf den Kiemendeckeln gut erkennen.

Das muss man sich echt mal vorstellen, wie der kleine Goldfisch bei dem doch schon recht grossen Koi die Bikinizone inspiziert.🙂 Er tut es wirklich.

Koi mit Goldfischen

Auf obigem Bild sieht man unter dem Koi den männlichen Goldfisch, der auf dem ersten Bild noch die Pünktchen auf den Kiemendeckeln hat. Aktuell ist das nicht der Fall, sollte sich aber in den nächsten Wochen ändern.

Letztes Jahr hatten die Goldfische leider keine Möglichkeit ihr Gelege so zu platzieren, dass der Koi nicht dran konnte. Das ist jetzt anders. Verschiedene Steine und Steinimitate sowie ein Kunst-Bambus bilden eine Landschaft, die genügend Möglichkeiten bietet, um ein Gelege Koi-geschützt zu positionieren. Goldfische betreiben keine Brutpflege, sie versuchen aber die Eier an einem geschützten Platz abzulegen.
Autor: Kamillo Kluth

Der Weg des Karpfen

Januar 8, 2011

Neues Jahr – neues Glück. Gerade habe ich die Fotos auf meinem Handy durchgekuckt und da kam mir die Idee zu zeigen, wie sich die Leben sehr ähnlicher Tiere unterscheiden können.

Als erstes zu den Spiegelkarpfen.

Spiegelkarpfen

Die Spiegelkarpfen habe ich im Dezember auf dem Klagesmarkt in Hannover fotografiert. Dass sie in der kleinen Box dümpeln ist aus meiner Sicht nicht weiter tragisch. Bei diesen Temperaturen bewegen sie sich sowieso kaum. Sauerstoff bekommen sie durch den Schlauch und lange haben sie eh nicht mehr zu leben. Ich persönlich essen keine Karpfen mehr, weil sie Schlammfresser sind. Früher gabs die immer zu Weihnachten. Mit Butter oder Biersosse und Salzkartoffeln.

Der nächste Karpfen hat es etwas besser getroffen.

Koi mit Goldfisch

Dieser Karpfen wird im schlimmsten Fall von einem Reiher gefressen. Er hat von mir keinen Namen bekommen, aber er ist bisher der Koi, der am fotogensten ist, wie man auch hier sehen kann:

http://www.flickr.com/photos/27330306@N08/5339483779/
http://www.flickr.com/photos/27330306@N08/3757851579/in/set-72157616673023888/
http://picasaweb.google.com/lh/photo/zXbloQy5IAwXGBuXlEAarA?feat=directlink

Und weil dieser Koi so cool ist, hat er auch einen Ehrenplatz in meinem Büro bekommen.

Koi im Büro

Das ist ein 90 x 60 cm Foto. Wenn man das Bild nicht rahmen will, sollte man ein Poster drucken lassen und kein Foto. Ein Foto rollt sich immer zusammen.

Seit August 2009 schwimmt er mit seinen Kumples im Teich.

Koi und Goldfische im Teich

Der Koi von den oberen Fotos ist in diesem Bild ganz oben zu sehen. Er ist längst nicht der grösste Fisch im Teich. Dieses Bild wurde im Sommer 2010 aufgenommen.

Tja, die einen werden gefüttert, die anderen gefuttert.🙂
Autor: Kamillo Kluth

Farben bei Koi

November 14, 2010

Die Farben bei Koi bei deutschen Nachzüchtungen verändern sich teilweise sehr stark. Soweit ich weiss, ist das bei original japanischen nicht der Fall. Das liegt wohl an den Lebendbedinungen in den ersten Jahren. In Japan wachsen die Koi in schlammigen Teichen heran und bekommen spezielles Futter.

Vor etwas über einem Jahr habe ich einen ca. 12 cm langen Koi gekauft. Der Kopf war hellgelb und man kann stellenweise grün erahnen.

Kleiner bunter Geister-Koi - Länge ca. 12 cm

Nach ca. einem Jahr ist der Koi mehr als doppelt so lang und hat seine Färbung deutlich veränder.

Geister-Koi - Länge ca. 25 cm

Früher war der Koi leicht zitronengelb, heute hat er stellenweise ein kräftiges orange.

Bei dem zur Zeit kleinsten Koi in meinem Aquarium hat sich die Farbe in den letzten Monaten nicht verändert.

Weiss-bunter Koi

Ob die Farbechtheit über den Preis geht, weiss ich nicht genau. Für den gelben Koi habe ich 12,-€ bezahlt, für den hauptsächlich weissen 40,-€. Beide habe ich im selben Laden gekauft, also nicht beim Züchter. Beide Koi bekommen das gleiche Futter. Morgens gibt es eine Mischung aus Al-Ko-Te Teichfutter und Seitenschwimmern, abends bekommen die Fische Tetra Goldfischfutter.

Bei den Goldfischen habe ich übrigens noch nie eine Änderung der Färbung beobachten können.

Der Goldkoi, der schon einige Zeit im Teich ist, ändert seine Farbe auch. Allerdings scheint das an der Temperatur o.ä. zu liegen.

Goldkoi im Winter

Das Bild oben wurde im März 2008 aufgenommen. Das folgende Bild habe ich im August 2010 geschossen. Der Koi leuchtet golden.

Goldkoi im Sommer

Ich kann nicht sagen, dass bei allen Goldkoi die farbliche Veränderung so stark ist, wie sie bei diesem Exemplar der Fall ist. Bisher habe ich nur diesen einen im Sommer und im Winter gesehen.
Autor: Kamillo Kluth

Status

August 24, 2010

Der Koi, der mal so klein und niedlich und gelb-grün-blau gefärbt war, ist nun schon recht gross (geschätzte Länge 20 cm) und orange-gelb mit schwarzen Sprenkeln.

Vom kleinsten und jüngsten Koi gab es bisher noch keine Fotos. Eigentlich sollte die Entwicklung der „Blue Florida Lobster“ im Aquariumlog dokumentiert werden.

Mittlerweile sind die blauen Krebse schon seit längerer Zeit nicht mehr vor Ort. Schnecken (Apfelschnecken und Turmschnecken) gibt es keine mehr und statt vier Goldfische gibt es nun sechs. Die letzte Turmschnecke ging drauf, als das kleine Becken ausgemustert wurde. Jetzt gibt es nur noch das 240 Liter Aquarium. Die beiden kleinen Goldfische habe ich irgendwann mal bei ‚Tier total‘ mitgenommen.

Interessanter, als die kleinen Goldfische im Aquarium, sind die kleinen Karauschen im Teich. Ob es sich wirklich um Karauschen handelt, kann man wohl erst später genau sagen. Es wurden nie andere Fische als Koi und Goldfische in den Teich eingesetzt. Der Teich besteht erst seit wenigen Jahren (3 oder 4) und hat als Zulauf eine mehr oder weniger plätschernde natürliche Quelle und als Ablauf einen kleinen, vielleicht 30 cm tiefen und breiten Graben, der mehr als 20 m lang ist. Es ist nur ein Rinnsal und endet als sehr, sehr unspektakulärer Wasserfall in einem Bachlauf.

Die Karauschen sind sicher nicht über diesen Ablauf in den Teich gekommen. Aber wie sonst? Als blinde Passagiere im Gefieder einer Ente? Auch, wenn es vielleicht keine Karauschen sind, Karpfen sind es sicher nicht.

Seerose auf dem Teich

Auf dem Teich blühen fast gleichzeitig drei verschiedene Seerosenarten.

Karpfen links, Karausche rechts

Dass links ein Karpfen zu sehen ist, mache ich an den Barten fest, die ich erahne. Beim rechten Fisch ist die Rückenflosse deutlich höher, als beim linken = Karausche. siehe hier

Goldfisch

Der Goldfisch oben war 2007 noch Bestandteil des Aquarium-Ensembles. Oder?

Goldkoi

Der Goldkoi oben ist seit ca. 2 Jahren im Teich.

Koi und Goldfische

Der aktuelle Stand im Aquarium: insg. sechs Goldfische (drei verschiedene Grössen) und zwei Koi. Der silberne Koi links ist der bisher letzte Karpfen im Becken. Im Hintergrund sieht man den anfangs angesprochenen kleinen und niedlichen und gelb-grün-blau gefärbten Koi. Mittlerweile ist er hauptsächlich gelb-orange. Oben und unten im Bild sieht man die frischsten Goldfische.
Autor: Kamillo Kluth

Nicht für den menschlichen Verzehr geeignet!

August 20, 2009

Die blauen Flusskrebse wurden in einer Hauruck-Aktion umgesiedelt. Ich habe mich von ihnen getrennt. Den Tieren kann ich auf Dauer kein akzeptables Leben bieten. Dafür vermehren sie sich zu stark.

Bei der Umsiedlung habe ich dieses Foto von einem der Flusskrebse gemacht.

blauerflusskrebs

Hat sein Leben noch vor sich - ein sog. Blue Florida Lobster, Länge ca. 8 cm.

Dafür musste er kurz auf einem Teller sitzen. Er ist nicht appetitlich, wenn man sich vorstellt wovon er sich u.a. ernährt: von den Ausscheidungen anderer Tiere.

Der grosse weisse Koi wurde erst gestern umgesiedelt und ist seitdem Freischwimmer. Anders als die Krebse wurde der Koi in den Teich gebracht.

weisserkoi

Mit dreissig endlich ausgezogen - anders als bei Menschen verbessert sich bei diesem Koi die Ernährung wenn er von zu hause wegkommt.

Der Koi ist ca. 30 cm lang. Das genaue Alter kann ich nicht angeben, aber ich schätze es auf 2-3 Jahre. (Richtige) Zuchtkois sind nach drei Jahren 35-40 cm lang.

Anscheinend bin ich nicht der Einzige, der Kois im Aquarium hält. http://www.deine-tierwelt.de/kleinanzeigen/koi-karpfen-wundervolles-exemplar-ca30-cm-a70424892/

Aber das Platzproblem der Kois besteht irgendwann bei jedem handelsüblichen Aquarium.

Mein weisser Koi ist nun also im Teich und freut sich hoffentlich seines Lebens. Vor ca. einer Woche habe ich im Zooladen einen kleinen Koi gekauft. Er ist rund 12 cm lang und sehr schön gefärbt.

kleinerbunterkoi

Zitronengelb und grasgrün ist der neuste Koi im Aquarium.

Der kleine Koi ist ~weiss, an der Schnauze und zwischen den Augen ist er knallig gelb. Über der Stirn hat er eine grüne Blässe und ab und zu erahnt man über die gesamte Länge des Fisches grünen Schimmer, auf der linken und rechten Seite ist er leicht blau.

Um die etablierten Fische in meinem Aquarium zu protekten habe ich prophylaktisch ein Breitbandmedikament ins Wasser gegeben. Erst nach der Reinigung des Wasser vom Medikament habe ich den weissen Koi umgesiedelt. Das war gestern. Just heute inspiziere ich die Goldfische. Zwei von ihnen waren etwas träge. Augenscheinlich haben sie sowas wie Ichthyophthirius, die Weisspünktchenkrankheit. Meine Kampffische früher hatten das alle Nase lang.

Tödlich ist Ichthy tatsächlich, wenn es nicht behandelt wird. Deshalb hab ich auch schon eine Dosis Meduzin verabreicht. Schon wieder… Wenige Minuten später sind die inaktiven Goldfische schon wieder munter geworden. Erstaunliches Phänomen (von Tetra FungiStop).

Mittlerweile dümpeln sie aber schon wieder. Das gefällt mir überhaupt nicht.

Der kleine Koi sah von Anfang an ganz gesund aus. Bis auf seine Flossen. Die wirkten irgendwie etwas fransig, aber nicht krankhaft verändert. Dass eine Flossenkrankheit bei Kois die Ichthy bei Goldfischen auslöst glaub ich eigentlich nicht. ABER wer weiss, was der Koi alles mitgeschleppt hat.

Bei der Umsiedlungsaktion war der weisse Koi natürlich nicht begeistert, als er aus dem Becken genommen wurde. Sollte der Stress des Karpfens die Krankheit bei den Goldfischen ausgelöst haben, müsste der Koi ein Stresshormon ausscheiden, auf das auch andere Fischarten reagieren … oder sowas in der Art.

Der aktuelle Stand in meiner Wohnung ist grosses Becken: 4 Goldfische, 1 Koi; kleines Becken: soundso viele Turmschnecken.

Im Teich ist da echt mehr los. Es wurde aktuell von Kois berichtet, die seit über einem Jahr nicht mehr gesehen wurden. Zur Zeit ist der Teich mit Entengrütze und Seerosen u.a. Pflanzen bedeckt, deshalb sieht man wirklich nur die Fisch, die gesehen werden wollen.

entengruetze

Ein Seerosenblatt in einem Meer aus Entengrütze.

Bei den Fischen des Teiches sind die ersten Nachkommen erwähnenswert gross geworden.

nachwuchs

Der junge Fisch ist scheu, frisst aber, wie die grossen Kois, Teile der Entengrütze.

Das ist einer von ichweissnichtwievielen kleinen Fischen im Teich. Sie sind sehr scheu. Die Färbungen der einzelnen kleinen Fische variieren. Auch schwarze Minifische wurden schon gesehen.

scheu

Dieser frei geborene kleine Fisch ist dem grünen Koi farblich ähnlich.

Von der Grösse und der Färbung her, würde ich auf einen Karpfen tippen. Allerdings ist das nicht sicher. Äusserlich unterscheiden sich Goldfische und Koi/Karpfen im allgemeinen deutlich durch die Barteln am Maul. Karpfen haben welche, Goldfische nicht. Auch bei den kleinen Kois sind die Barteln schon deutlich zu sehen.

karpfenmitbarten

Der Koi hat, wie die meisten Karpfen, sog. Barteln am Maul.

goldfischohnebarten

Goldfisch - hat keine Barteln am Maul.

Bei dem grünen Fisch aus dem Teich, der nach meiner Schätzung 10 cm lang ist, konnte ich nur auf einem einzigen Foto (von ~20 Bildern) so etwas wie Minibarteln erkennen. (rechte Bildhälfte)

10cmfisch

Dieser Fisch ist ca. 10 cm lang. Er wurde nicht in den Teich eingesetzt und muss zu den Nachkommen - der ersten Generation der frei-Geborenen - gehören.

Eigentlich kann es nur ein Karpfen sein. Ein so gefärbter Goldfisch ist unwahrscheinlich und ein Mischling aus Koi und Goldfisch ist noch unwahrscheinlicher.

Vom weissen Koi im Teich gibt es noch keine Bilder. In der Qualität wie die Fotos aus dem Aquarium werden die nächsten Bilder von ihm sicher nicht mehr sein.

weisserkoif

Der weisse Koi Mitte August 2009 im Aquarium. Geschätzte Länge: 30 cm.

Seit der weisse Koi ein spezielles Farbfutter für die Farbenpracht bei farbigen Zierfischen bekommt, hat er einen gelblichen oder rosa Kopf – abhängig vom Licht. Riecht für mich nach Beta-Karotin.

koiundgoldf

Goldfisch (links) und Koi = best friends forever

Im Teich wird sich das sicher wieder ändern. Dort gibt’s viel Frischfutter, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe.

Mögliche Eltern der Kleinen sind übrigens diese Kois, d.h. eine der beiden könnte die Mutter sein.

moeglicheeltern

Diese beiden Kois wurden im Mai 2009 fotografiert. Der grüne Koi misst ca. 25 cm.

Beim orangen Koi ist es relativ sicher, dass er eine Sie ist.

Der grüne Koi sieht auch aus, als wär er ein Weibchen.

gruenerkoi

Aufgenommen wurde der Koi im März 2008, damalige Länge ca. 20 cm.

Hinter dem zweiten Paar Flossen macht der Leib des Karpfen eine deutliche Biegung. Besonders gut sieht man das im direkten Vergleich mit dem anderen Geschlecht.

Unter dem schützenden Blätterdach des Entenflott entwickelt sich in diesem quasi natürlichen Teich eine Population von Quasi-Wildkois.

Mehr (!aktuelle!) Bilder der Fische findest Du auf www.kamillo.com.

Autor: Kamillo Kluth

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Goldfische zur Paarungszeit

März 23, 2009

Ich hatte schon so eine Ahnung, aber nach dem Tod der beiden Schleierschwänze musste ich vom Schlimmsten ausgehen. Die Goldfische sind aber doch keine skrupellosen Killer. Zumindest nicht ausschliesslich. Zu gewissen Zeiten wollen sie auch mal *knick-knack*.

Mind. einer der zuletzt eingesetzten Goldfische ist ein Weibchen. Ab wann ein Goldfisch geschlechtsreif ist, kann ich nicht sagen, aber wenn ich davon ausgehe, dass diese Fische über 30 cm lang werden können, sind es jetzt noch Kleinkinder. Für eine Fortpflanzung ist es zu früh, denke ich.

Aber die beiden älteren Goldfische (beide Milchner – also männlich) zeigen an den Kiemendeckeln klare Zeichen für die Paarungsbereitschaft. Redet man bei Fischen eigentlich von einer „Paarung“?

Naja, wenn der Milchner „in the Mood“ ist, zeigen sich weisse Punkte auf den Kiemenklappen. Die hatte ich schon vorher bei beiden bemerkt und natürlich als erstes an die Weisspünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose) gedacht. Aber die kleinen Rabauken waren munter wie ein Fisch im Wasser … har har. Und da sie sich normal verhielten, hatte ich auch weiter keine Bedenken. Zumal ich hin und wieder prophylaktisch ein Breitbandmittel ins Wasser gebe.

goldfische rogner milchner

Auf dem Bild oben sieht man beim unteren Fisch, dem Milchner, weisse Punkte auf dem Kiemendeckel. Diese Punkte zeigen sich bei den Goldfisch-Männchen im Frühjahr, also zur Paarungszeit.

Ist ein Weibchen in der Nähe, das geschlechtsreif ist, wird dieses gejagt und soll zur Eiablage stimuliert werden. Super! Blöd ist nur, dass Goldfische keine Brutpflege betreiben und die Eier einfach auf den Boden fallen lassen. Bei einem Koi und zwei Krebsen im Aquarium sind die Überlebenschanchen für die Brut gleich Null.

Aprops Krebse: das kleine Weibchen, dass ich unlängst ins grosse Becken gesetzt habe, wurde vom Koi verschnabbuliert.

koi + krebskopf

Auf obigem Bild spuckt der weisse Koi gerade den Kopf des Krebes aus. Im Erste-Hilfe-Unterricht habe ich mal gelernt, dass wenn der Kopf vom Rumpf getrennt ist, keine Hilfe mehr nötig ist.😛

Zwischendurch hatte ich den grössten Krebs aus dem kleinen Becken ins grosse Aquarium gesetzt. Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um ein Weibchen handelt. Bisher gehen sich die beiden grossen Krebse aus dem Weg.

Im kleinen Aquarium sind nun noch 5 kleine Krebse übrig. Der Grössenunterschied ist teilweise enorm.

Folgendes Foto habe ich tatsächlich unterwasser aufgenommen. Für Fotos im Aquarium ist diese wasserdichte Kameratasche sicher nicht gedacht, aber was solls …

unterwasser

Mit dem ersten Versuch bin ich zufrieden.
Autor: Kamillo Kluth

Heartbreak Hotel

März 1, 2009

Der gestrige Tag hatte einen schönen Morgen. Obwohl der Regen nicht aufhören wollte auf meine Glatze zu prasseln, war ich guter Dinge. Mein Aquarium sollte neue Bewohner bekommen.

Dass in dem Zoogeschäft meiner Wahl nur sehr kleine Goldfische vorhanden waren, war zu diesem Zeitpunkt für mich in Ordnung.

Die beiden Fische meiner Wahl sind ca. 4 cm lang. Etwas kürzer als die letzten beiden.

Goldfische

Aus irgend einem Grund habe ich eine kleine Schwäche für Schleierschwänze. Die waren auch grad im Geschäft vorrätig. So kleine hatte ich noch nicht gesehen. Der Körper war ca. nur 2-2,5 cm lang.

Zum aklimatisieren hab ich zuhause die Fische samt Tüte ins Becken gelegt und nach einiger Zeit die Tüte entfernt.

Dann hab ich mich guter Dinge in den Baumarkt aufgemacht, um meine halb eingerichtete Wohnung weiter zu verschönern. Nach ca. 30 min war ich 150,-€ ärmer und wieder daheim.

Beim Blick in das Aquarium stockte mir der Atem. Einer der Schleierschwänze trieb auf der Seite liegend an der Oberfläche. Ganz ohne Flossen kann ein Fisch halt auch nicht wirklich schwimmen …

Die beiden älteren Goldfische und der Koi hatten dem kleinen Schleierwanz wirklich alle Flossen abgenagt und auch schon das Maul angefressen. Ein wirklich erbarmungswürdiger Anblick. Der zweite Schleierschwanz sah noch besser aus, hatte aber auch schon gelitten.

Ich war fest der Überzeugung, dass Goldfische Artgenossen nicht angreifen, aber nun weiss ich es besser. Es lag sicher nicht daran, dass die Fische Hunger leiden mussten. Ganz im Gegenteil.

Ohne lange zu überlegen hab ich die beiden in das kleine Becken zu den Flusskrebsen geworfen. Der am stärksten verletzte Fisch war aber schon wenige Minuten später über den Jordan. Er bekam die übliche letzte Spülung.

Wieso Nr. 2 kurz darauf auch sterben musste, weiss ich nicht genau. Er sah recht vital aus und konnte noch fressen und schwimmen. Wenige Stunden später sah er allerdings ziemlich aufgefessen aus. Es kann sein, dass der grosse Flusskrebs den kleinen, langsamen Schleierschwanz gepackt und fertig gemacht hat. Das soll keine Unterstellung sein, aber die Reste des Fischs lagen vor der Höhle des Krebses. Viel war aber nicht übrig. Ich frag mich wie die Krebse es geschafft haben den kompletten Fisch in wenigen Stunden auf zu fressen.

Die beiden kleinen Goldfische wurden von den grösseren krass gejagt. Sie sind zum Glück robuster und schneller als die Schleierschwänze.

Goldfischhatz

Komischerweise jagten die beiden einfarbigen nicht nur die Neulinge, sondern stänkerten sich auch gegenseitig an seitdem andere Fische im Becken sind. Dabei schwammen sie wie verrückt im Kreis. Wahrscheinlich wollte keiner nachgeben. Dieses Verhalten hat sich mittlerweile wieder gelegt.

Sarasa Goldfisch

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist der Fisch auf obigem Bild ein sog. Sarasa, was für mich japanisch klingt. Es kann aber auch sein, dass das von den Koi hergeleitet wurde.

Goldfisch

Sollten diese Fische tatsächlich schon mal im Ausland gewesen sein, war es wohl eher China.
Autor: Kamillo Kluth

Nächster Versuch

Januar 26, 2009

Die zweite Generation der Flusskrebs-Nachkommen ist relativ gross geworden. Obwohl auch bei diesem ‚Wurf‘ die grössenmässige Entwicklung recht unterschiedlich ist.

kleine blaue Flusskrebse werden umgesiesdelt

kleine blaue Flusskrebse werden umgesiedelt

Beide Krebse auf dem obigen Bild sind gleich alt. Ich hoffe, dass diesmal der grössere von beiden wirklich ein Weibchen ist, sonst gibt es wieder Zeter und Mordio.

Der kleinere der beiden wurde übrigens nach schon ca. 20 Sekunden Teil der Nahrungskette. Der grosse, dicke, weisse Koi hat ihn gleich verspachtelt. Im nächsten Leben sollte der Krebs schneller sein.

Im kleinen Aquarium waren letzte Woche noch ca. 20 Krebse. 4 von ihnen habe ich ins grosse Becken verfrachtet. Zwei sind noch übrig. Selbst die beiden kleinen Goldfische wollten die Krebse vernaschen. Das hat natürlich nicht geklappt, die Krebse sind/waren unwesentlich kleiner als die Goldfische.

Vater Krebs nimmt sich den Neuankömmlich erstmal zur Brust

Vater Krebs nimmt sich den Neuankömmling erstmal zur Brust

Der Grösste der kleinen Krebse lief dem alten Vater genau in die Arme. Als erstes wollte der kleine Krebs in die Höhle des Alten. Wenige Augenblicke später sah es schon kritisch aus und ich habe interveniert. Dann bekam der Kleine seine eigene Röhre und bis jetzt scheint alles in Ordnung zu sein.

Get up, stand up!

Get up, stand up!

Der kleinere Überlebende liess sich nicht piesacken, er attackierte den Koi. Die Goldfische haben nur einmal versucht ihn zu vertilgen. Muss ordentlich gezwickt haben, als der kleine blaue Scheisser ihnen in die Gusche gekniffen hat.🙂

Blau, ja blau sind alle meine Kleider

Blau, ja blau sind alle meine Kleider

Dieser (vermutlich weibliche) Krebs ist nicht sehr gross. Der Abstand zwischen den Augen beträgt weniger als 1,5 cm. Da die Nahrungskonkurrenten im grossen Becken weniger an der Zahl sind, gehe ich davon aus, dass die Grösse schnell zunehmen wird.

Kürzlich habe ich erfahren, dass (Fluss)krebse sich tatsächlich anpissen, wenn sie mit einander kämpfen. Ein Wissenschaftler hat Krebsen einen ungefährlichen Farbstoff gespritzt, der die Sache sichtbar machte. Insgesamt sehr interessant. Ich wusste nicht, dass Krebse urinieren. Ich wusste nicht, dass sie ihren Urin beim Kampf einsetzen. Ich wusste auch nicht, dass der Urin bei ihnen aus einer Öffnung am Kopf kommt. How bizarre.
Autor: Kamillo Kluth